Sonntag, 31. März 2013

Auseinandersetzung

Als mein Vater verstarb, war ich voller Trauer
aber ich konnte ihn gehen lassen-
da war nichts mehr, was zwischen uns stand-
wir waren uns gut.
Liebevoll konnte ich mich
von ihm verabschieden, sein Sterben begleiten.
Es war eine Art von trauriger Gelassenheit,
denn er hatte sein Leben gelebt
und war mit sich und der Welt im Reinen.
Noch immer habe ich ihn
in liebevollem Andenken
und betrachte sein Foto
mit einer gewissen melancholischen Leichtigkeit.
Der Tod meiner Mutter
hat mich aus der Bahn geworfen.
Ihr Sterben, ihr Leiden
waren Abbild unserer aufwühlenden
lebenslangen Beziehung zueinander,
die keinen Frieden
keinen wirklichen Ausgleich kannte.
Zuviel wurde nicht gesagt,
zuviel an Wesentlichem verschwiegen
und selbst am Totenbett
war die Distanz zu groß.
Da gab es keinen Frieden-
nur einen auf unbestimmte Zeit
geschlossenen Waffenstillstand-
vermischt mit Resignation
und verdrängter Enttäuschung.
Ich hätte mir in unserem Miteinander
mehr Souveränität,
mehr Vergebungswillen gewünscht.
Und so hart es klingen mag:
Wir waren nicht fertig miteinander!
Selbst hier nimmt sie
mehr Raum für sich ein
als ihr eigentlich zusteht und wohl deshalb
fällt mir der Abschied, das Gehenlassen
so unendlich schwer...

Samstag, 30. März 2013

End - Gültiges

Ist es ein Widerspruch,
wenn ich als Agnostiker und
Esoterik-Geschädigter darüber nachdenke,
ob es ein Leben nach dem Tod gibt?
Natürlich liegt das Thema zur Zeit auf der Hand
und ich spüre, dass diese Frage bei all der Trauer und Verwirrung
etwas Tröstliches und Beruhigendes für mich hat.
Niemand weiß, ob mit dem Tod alles endet,
ob wir uns buchstäblich in Nichts auflösen
und nur in der Erinnerung unserer Nächsten weiterleben.
Und vielleicht gibt es da ja doch
frei von jeglicher Ideologie
eine höhere Ordnung, einen tieferen Sinn
hinter allem Ende...
Ich habe keine Angst vor dem Tod
und hänge nicht verzweifelt an meinem Leben
und doch ertappe ich mich bei dem Wunsch,
es möge etwas Höheres geben,
das Sinn stiftet in all der Verworrenheit
und der Brutalität des plötzlichen Endes.
Ich möchte in Würde und selbstbestimmt altern
und im entscheidenden Moment
nicht der Willkür Anderer ausgesetzt sein.
Und wenn ich gehe, dann im Frieden mit mir
und den Menschen, die mir etwas bedeuten.
Da soll nichts sein, was mich zurückhält
und mich kämpfen lässt...
Darin können meine Eltern mir Vorbild sein.




Freitag, 29. März 2013

Ein halbes Leben

Ein halbes Leben- dreiundsechzig Jahre-
waren meine Eltern verheiratet.
Für meine Mutter war es Flucht
vor ihrem dominanten Vater-
für meinen Vater war es die große Liebe.
Diese Diskrepanz war immer
Reibungspunkt und Bruchstelle ihrer Ehe
und auch wir Kinder waren immer
Spielball dieser Situation.
Wie oft
haben wir uns gefragt
warum haben sie sich nie getrennt?
Und doch brauchten sie einander
auch wenn jeder
seiner eigenen Wege ging.
Mein Vater hat sich
im Alter aufgeopfert
und ihr bis zuletzt
und über seine Kräfte
zur Seite gestanden.
Sie hat es ihm nie gedankt-
war immer unzufrieden
hat genörgelt-auch über seinen
Tod hinaus.
Nun sind sie
wieder vereint und hoffentlich
können sie endlich
ihren Frieden miteinander machen.

Mittwoch, 27. März 2013

Auflösung

Das große Trara ist vorbei...
Heute betroffenes Händeschütteln und
gemurmelte Beileidsbekundigungen-
Nur mühsam verdeckte Rat- und Sprachlosigkeit...
Das rituelle Salbadern des Priesters-
inhaltsleere esoterisch verbrämte Nichtigkeiten...
Was bleibt, sind Trauer und Leere
und die Notwendigkeiten des Alltags.
Wir werden die Wohnung der Eltern auflösen
und all ihre über die Jahrzehnte gesammelten Besitztümer
in alle Winde verstreuen...
Das ist so pragmatisch und nüchtern
angesichts der Geschichte mancher Gegenstände
aus einer über sechzigjährigen Ehe.
Verscherbeln, verschenken und vielleicht
ein kleines Andenken für die eigene Wohnung
die dann in ein paar Jahrzehnten
wohl auch irgendwann entrümpelt wird
mit ihrer ganzen Geschichte und
dem Vergessen anheim fallen wird,
wie das Leben meiner Eltern...

Montag, 25. März 2013

Trauer

Innerhalb eines Dreivierteljahres
habe ich mich von meinen beiden Eltern
verabschieden müssen.
Das ist hart
und im Moment fühle ich mich
betäubt und aufgewühlt- unendlich traurig...
Der Tod beendet Beziehungen einfach so
und fragt nicht, ob eine Beziehung
in sich rund gewesen ist
oder ob vielleicht
noch mehr Zeit notwendig gewesen wäre
um die letzten Dinge miteinander zu klären.
Der Tod verändert Strukturen und Bindungen
und ich habe große Angst vor den Veränderungen,
fühle mich auf mich zurückgeworfen
und weiß nicht was kommt...
Trotz aller Differenzen und Missverständnisse
fehlen mir meine Eltern
und die unbewusste Sicherheit
der versteckte Halt in meinem Leben.
Wie durch einen Nebel
durchlebe ich die Tage und irgendwie
funktioniere ich...
Es gibt soviel zu bereuen
und doch ist alles unabänderlich.
Unaufhaltsam
verändert sich mein Leben
und kennt doch die Richtung noch nicht...

Sonntag, 24. März 2013

In Memoriam

Du und ich-
wir hatten es nie leicht miteinander.
Haben uns aneinander gerieben und hatten
jeder unsere eigene Wahrheit.
In deinem Leben
hast du es nie leicht gehabt-
hast immer nach dem gesucht
was du nicht haben konntest
und uns dein Scheitern zum Vorwurf gemacht.
Und doch stand ich gestern
mit Tränen an deinem Totenbett
und habe dich das allererste Mal
wohl so gesehen, wie du sein wolltest:
So friedlich und entspannt lagst du da,
keine Verbitterung mehr in deinem Gesicht
Und entgegen unserer Befürchtung
war dein Tod rasch und ohne großen Kampf.
Ich wünsche dir Frieden und gute Reise
wo immer du auch sein magst...

Samstag, 23. März 2013

Wartezeit...

Im Spannungsfeld zwischen dem Ungewissen
und der traurigen Gewissheit, dass es wohl bald
zuende gehen wird-
Nachts mit dem Telefon am Bett,
wartend auf DEN Anruf vom Krankenhaus-
Berichte von meinen Geschwistern:
Sie ist zunehmend verwirrt und
hat das Trinken eingestellt...
Die medikamentöse Therapie wird eingestellt
und auf palliative Behandlung reduziert...
Und ich sitze zwischen allen Stühlen,
bin traurig und zugleich erleichtert,
dass meine Vorahnung sich wohl bestätigt.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit,
bis ihr Leiden ein Ende hat
und ich hoffe für sie,
dass es nicht mehr lange dauert,
denn es ist unwürdig diese Frau, meine Mutter
so zu sehen...
Ich wünsche ihr Frieden
und wünsche mir Frieden mit ihr,
denn Vieles bleibt ungesagt zwischen uns
und trotzdem habe ich sie lieb...

Montag, 18. März 2013

Zwischenstand

Heute
einfach mal zur Ruhe kommen-
abschalten und die Geschehnisse nicht weiter
mit meinen panischen Gedanken aufwühlen...
Ich komme schnell an meine Grenzen
und bin doch im Angesicht der Krise
schnell bereit, sie zu ignorieren
muss Gewehr bei Fuß stehen
muss da sein für den Fall...
Der Anblick mit all den Schläuchen,
die Beatmung, das Piepsen der Monitore
hat sich in meine Seele gebrannt
und ich sehe alles ständig vor mir
und die Ungewissheit nagt an mir.
Das Schlimmste ist,
zur Untätigkeit verdammt zu sein,
nichts tun zu können und in Gedanken
immer wieder den Fall der Fälle durchzugehen...
Abschalten? Leider fehlt mir dazu der passende Knopf...

Sonntag, 17. März 2013

Deja vu

Und wieder stehe ich übermüdet an einem Krankenbett
und atme diesen morbiden und mich krankmachenden Geruch-
sehe sich sorgende und mühende Ärzte und Pfleger
und meine sich vor Schmerzen windende,
gnädig immer wieder ihr Bewusstsein verlierende Mutter.
Und wieder ist da dieses dumme Gefühl,
das ich vor einigen Monaten bei meinem sterbenden Vater hatte...
Ich bin wieder im Notfallmodus,
unterdrücke die aufkommenden Ängste
bemühe mich um Sachlichkeit
frage nach Fakten, verstecke mich
hinter medizinisch-technischer Terminologie
und bin doch voller Sorge
und gleichzeitig läuft schon vor meinem inneren Auge
der gleiche beschissene Film wie im letzten Jahr...
Mir wird bewusst, dass es diesmal doch anders ist,
dass ich mich dort am falschen Platz fühle.
Hier ist keine friedvoll heitere Gelassenheit,
sondern ein sich aufbäumender, sich wehrender Mensch, der noch immer
das letzte Wort haben will
und selbst jetzt
ist die gegenseitige Sprachlosigkeit
das bestimmende Moment.
Und mein aufkommender Zynismus erschreckt mich,
denn ich weiß nicht, was ich mir wünsche...

Donnerstag, 14. März 2013

Ein langer Weg

Wenn ich mich mit meiner Biografie beschäftige, stellt sich immer wieder die Frage nach der Perspektive,
aus der ich mein Leben betrachte, oder betrachten möchte.
Ohnehin ist es schwierig, sich dem eigenen Leben in der Rückschau zu nähern, da man als handelndes Subjekt nicht imstande ist, die Geschehnisse, das eigene Handeln und die Reaktion anderer Menschen objektiv zu betrachten. Dabei ist Objektivität ein sehr wichtiges Kriterium, wenn es darum geht, das eigene Leben in einen sinnvollen Kontext zu stellen und den Ereignissen eine befriedigende Ordnung zu geben.
Für mich ist mein Leben nach wie vor eine lange Strecke voller Rätsel und merk-würdigen Entwicklungen- sowohl im Guten wie im Schlechten-die ich nur schwer einzuordnen vermag.
Sicherlich hat jedes Leben seine ungelösten Fragen und Merkwürdigkeiten und vielleicht ist es einfach eine Frage des eigenen Bewusstseins und der Reflektion, wie die einzelnen Geschehnisse und Fakten bewertet und eingeordnet werden. Bediene ich mich einfach einer linearen Einordnung und reihe Ereignis an Ereignis, oder suche ich nach dem berühmten roten Faden, um alles in einen sinnvollen und größeren Kontext zu stellen? Und wie bewerte und ordne ich das eigene Handeln und Erleben als Kind, als Jugendlicher und sogenannter Erwachsener?
Schon sehr lange beschäftige ich mich immer wieder mit diesen Fragen, nicht zuletzt um mich selber besser begreifen und um mir selber so etwas wie eine eigene Identität geben zu können.
Natürlich haben die Menschen, die mich lange kennen und denen ich Vertrauen entgegenbringe, einen bestimmten Eindruck von mir und meiner Persönlichkeit. Sie wissen, wie ich mit bestimmten Situationen umgehe, wie ich mich gebe und haben ihr persönliches Bild von mir. Aber dieses Bild spiegelt nur einen sehr kleinen Teil von meiner Persönlichkeit und ist auch abhängig davon, welche Einblicke in mein Leben, in mein Innenleben ich ihnen gewähre. Dabei spielt das persönliche Vertrauensverhältnis zueinander eine tragende Rolle. Je mehr Vertrauen mit der Zeit gewachsen ist, umso vollständiger und authentischer ist das, was ich von mir preisgebe.
Die eigene Wahrnehmung ist genauso abhängig von Vertrauen, aber nicht vom Vertrauen zu anderen Menschen, sondern zu mir selber. Und genau da wird es schwierig, denn Selbstvertrauen ist kein Selbstläufer, sondern entwickelt sich nur im Frieden mit mir selber. Alle Kämpfe müssen ausgekämpft und alle Schlachten um die eigenen Verfehlungen und "schwarzen Löcher" in der eigenen Biografie geschlagen sein. Wichtig dabei ist die Erkenntnis, dass Vergangenes nicht umzukehren ist und begangene Fehler nicht ungeschehen gemacht werden können. Ich habe Vieles zu bereuen, aber war für einen sehr langen Zeitraum auch ein Gefangener der eigenen Traumata und ungelösten Konflikte.
Ein kluger Mensch hat mir vor vielen Jahren einmal mit auf den Weg gegeben, ich sei schuldlos schuldig geworden. In dem Moment war das nur eine schwacher Trost, denn ich war viel zu sehr damit beschäftigt, das Entsetzen und die vollständige Ratlosigkeit über mein Tun zu verarbeiten. Erst jetzt habe ich die provokante Weisheit dieses Satzes begriffen: Es geht um einen liebevolleren und verzeihenden Umgang mit mir selber und meinem Lebensweg, der noch lange nicht zuende ist.





Dienstag, 12. März 2013

Erkenntnis

Mit Erstaunen nehme ich zur Kenntnis,
dass ich stolz sein soll auf mich.
Zwei Jahre oft anstrengende
und mir Grenzerfahrungen bescherende Therapie
neigen sich dem Ende zu und unmerklich
hat sich Vieles verändert.
Noch immer bin ich ein Suchender,
der sich unsicher an neue Erfahrungen herantastet
aber zumindest weiß ich jetzt,
wonach ich suche.
Noch immer sehe ich deutlich meine Schwächen,
sehe ich meine gestörte Entwicklung,
aber integriere sie in mein Leben
als Teil meiner Persönlichkeit,
als etwas, dass mich mit ausmacht.
Ich spüre das Wohlwollen,
ja sogar Respekt von anderen Menschen
und es ist angenehm warm und befriedigend
diese Wertschätzung zu erfahren und Andere
an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen.
Ich bin nicht länger ausgeliefert,
sondern ich bestimme den Grad von Einsamkeit
und ob die Angst mich dominiert.
Trotz allem bleibt es ein Rätsel,
wie Veränderung funktioniert
und ob sie von Dauer ist.

Samstag, 9. März 2013

Eine Art Resüme

Seit Tagen starre ich
den leeren Bildschirm an
und bin genauso leer wie er.
Zig Gedanken kreisen in meinem Kopf
und lassen sich nicht einfangen,
bilden ein wirres Muster
das ich nicht durchschaue.
In den letzten Monaten
habe ich sehr viel geschrieben-
mich ausgekotzt
und Vieles in Worte gegossen
was lange Unaussprechlich war.
Es war ein stetiger Prozess
der Aufarbeitung, des Ver-arbeitens,
des Schweigenbrechens nach Jahrzehnten.
Ich habe versucht,
gegen meine Ängste
und meine Unsicherheiten
meine Krankheit anzuschreiben-
Wirres in Worte zu fassen...
Und trotzdem holt mich Vieles
immer wieder ein und weigert sich,
mich loszulassen.
Immer wieder werde ich eingeholt
von Bindungs- und Verlustängsten.
Es genügt schon ein kleiner Hauch,
ein vager Gedanke
und innerlich zitternd sitze ich da,
unfähig, mich aufzuraffen.
Und DAS ärgert mich maßlos,
immer wieder in Hilf- und Ziellosigkeit
zurückgeworfen zu werden, Ohnmächtig zu sein.
Es gibt Menschen,
die bewundern meine Offenheit, meine Ehrlichkeit
und wissen nicht, wie hart erkämpft
und kräftezehrend das ist.
Ich weiß, dass ich mit Worten, mit Sprache
gut umgehen kann und natürlich
gibt mir das ein gewisses Maß an Zufriedenheit
und vielleicht sogar ein wenig Stolz.
Aber Sprache allein verändert nicht.
Und mit Worten lässt sich viel verschleiern,
gerade dann, wenn sie überlegen sind
und ein wohlvertrautes Werkzeug.
Manchmal lässt sich mit ihnen mehr verstecken
als das etwas preisgegeben wird.
Die Maske, die Fassade sind immer noch intakt
und schieben sich von mir oft unbemerkt
vor meinen inneren Abgrund aus bodenloser Angst.
Niemand soll merken,
wie einsam und unsicher ich in Wirklichkeit bin
und wie unsagbar schwer mir
das menschliche Miteinander fällt,
auch wenn ich es gleichzeitig schmerzlich vermisse
und mich eigentlich nach nichts mehr sehne.
Und je älter ich werde,
umso schwerer fällt es,
diesen Teufelskreis zu durchbrechen
und offensiv
mit all den alten Narben und Wunden umzugehen.
Aber noch bin ich nicht tot
und so ist da noch
ein kleiner Funken Hoffnung
der mich weitermachen lässt...


Mittwoch, 6. März 2013

Abbitte

Vor ein paar Tagen
habe ich meine Mutter besucht
und war erschrocken
wieviel weniger sie in kurzer Zeit geworden ist.
Es ist so, als ob sie sich
immer mehr aus dieser Welt zurückzöge
und schon mit einem Fuß
in einem anderen Leben stünde.
Und das erste Mal
empfinde ich sowas wie Mitgefühl-
diese kleine, verhärmte
und lebens- müde Frau hat ihren Schrecken verloren
und kämpft sich durch ihre letzten Tage.
Vielleicht ist sie schon auf der Zielgeraden
und bemüht sich, mit den ihr Verbliebenen
Frieden zu schließen.
Zum ersten Mal erlebe ich
echte Dankbarkeit und Freude
über meinen Besuch bei ihr
und möchte ihr meine Hand reichen
damit sie ihre letzte Zeit
nicht alleine verbringen muss.


Samstag, 2. März 2013

Erinnerungen

Vertrautheit- ein schönes Wort,
das vordergründig Wohlbefinden suggeriert
in trügerischer Sicherheit wiegt und jäh
in Unbehagen und Befangenheit umschlägt...
Die altbekannte, warme Stimme,
die zuerst freundlich Anteilnahme bekundet
um dann wieder perfide ihre Vorwürfe,
ihre Anschuldigungen zu postulieren
die immer wieder sprachlos, hilflos machen.
Und ich errichte einen Schutzschild
aus abstrakten Worten,
die mich beschützen, bewahren sollen
vor ungewollten Erinnerungen und Rückblenden.
Meine Unbeholfenheit ist mein größter Feind
in Situationen wie dieser, die mich daran erinnern
wie es früher einmal war
und was ich zu gern vergessen möchte.
Sprachlos bin ich auf der Suche nach Worten,
ringe um Haltung und weiß nicht einmal
wonach ich genau suche...