Sonntag, 12. Januar 2014

Freiheit

Manchmal ist es
eine schwierige, anstrengende Gratwanderung,
mein Leben zu leben
in seinem Spannungsfeld
zwischen
lähmender Resignation
und diesem kleinen Funken Hoffnung.

Normalität hatte ich noch nie;
statt dessen ewige Anstrengung
mich im Chaos des Alltags
unauffällig zurechtzufinden,
mich anzupassen
und den Rätseln des Menschlichen
oft verzweifelt auszuweichen.

Dort Normalität zu heucheln,
wo ich Verzweifelung, Ratlosigkeit empfinde,
um ja nicht in Dunkelheit zu versinken und
meine Schwächen,
die anderen vielleicht unverständlich sind
durch Phrasen und geheuchelte Normalität
routiniert zu verbergen.

Manchmal ist es mir unendlich peinlich,
nicht unauffällig "normal "zu sein
und stattdessen von scheinbaren Kleinigkeiten
verunsichert zu sein.

Und es nervt,
meine vielbeschworenen Resourcen
nicht ungehindert und frei
einfach nutzen zu können
um mein Leben selbstbestimmt
nach meinem freien Willen
gestalten zu können,
ohne gegen die unsichtbaren Hindernisse
in meinem Inneren zu stoßen.

Und so laufe ich Gefahr,
innerlich wie äußerlich
einfach zu verstummen,
denn in Wirklichkeit
werde ich auch so nicht gehört...











Mittwoch, 1. Januar 2014

Zum neuen Jahr

Wie meine Mutter immer sagte: "Der Weg zu Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert!"
Irgendwie habe ich diesen Ausspruch verinnerlicht und mir abgewöhnt, ein neues Jahr mit utopischen und völlig unrealistischen Vorsätzen und Plänen zu belasten, die dann zum Ende des Jahres ohnehin als weitestgehend unerfüllt begraben werden müssen.
Statt dessen versuche ich mich auf die vor mir liegenden Aufgaben und Herausforderungen zu konzentrieren, und diese so gut wie möglich zu bewältigen und zu lösen. Damit fällt dann auch die Enttäuschung am Ende des Jahres weg, wenn man Bilanz zieht und merkt, dass weit mehr als die Hälfte aller Vorsätze im Chaos des Alltäglichen einfach untergegangen ist.
In diesem Sinne: Auf ein neues und gutes Jahr 2014!