Dienstag, 11. November 2014

Menschen, die auf Smartphones starren....

Jeden Tag begegne ich ihnen: Auf dem Weg zur U-Bahn, in der U-Bahn, im Bahnhof, auf dem Bahnsteig und im Zug: Menschen, die auf ihr Smartphone starren, und dabei ihre Umgebung völlig vergessen, unvermittelt stehenbleiben (vermutlich weil Texten UND Laufen ihre Fähigkeiten heillos überfordert). Dabei rempeln sie (siehe Überforderung!) andere Menschen an, versperren mir und anderen den Weg und reagieren äußerst ungehalten und verständnislos, wenn sie aufgrund ihrer Verhaltenslegasthenie in etwas heftigeren und unfreiwilligen Körperkontakt mit ihren Mitmenschen geraten.

Seit es diese "intelligenten Telefone" gibt (wobei man über den Begriff "Intelligenz" im Zusammenhang mit ihren Besitzern trefflich streiten könnte), schotten sich ihre Besitzer- obwohl, wer besitzt hier eigentlich wen?- in allen Lebenslagen mehr und mehr von ihrer Umgebung ab und verlieren ihre zwischenmenschlichen Kontakte.

Auch so banale Dinge wie Höflichkeit und Aufmerksamkeit verlieren an Bedeutung, wenn die Smartphonemenschen, versunken in die multimediale und virtuelle Realität ihrer Parallellwelt, in der wirklichen Welt unterwegs sind. Denn es ist ja so viel wichtiger, sich unterwegs mit Textnachrichten, Spielen, oder Newsfeeds zu beschäftigen, als sich mit dem grauen Alltag auseinander zu setzen, oder geschweigedenn auf die Mitmenschen im Verkehr ein wenig Rücksicht zu nehmen.

Vielleicht hat ja die nächste Generation der Smartphones eine App vorinstalliert, die die "User" per Alarm vor realen Hindernissen auf ihrem Fußweg im Gedränge warnt und per virtueller Stimme vorgefertigte Verhaltensempfehlungen und Textbausteine zur Kommunikation an die Umgebung abgibt...