Freitag, 29. April 2016

Frust ablassen

Es klang zu schön, um wahr zu sein... und es hat sich in letzter Minute auch als Illusion entpuppt: Ich werde am kommenden Montag höchstwahrscheinlich nicht beginnen, wieder zu arbeiten!

Der Grund ist so simpel wie ärgerlich: Es scheitert (natürlich!) am Geld, beziehungsweise an den Auszahlungsmodalitäten für das erste Gehalt, die offenbar nicht verhandelbar sind. Was bedeutet das? Ich hätte auf mein Gehalt für den Monat Mai bis Ende Juni warten müssen, und das aus Gründen, die ich nicht wirklich verstanden habe. Für mich hätte das geheißen, mir Geld leihen zu müssen, um die drei Wochen bis zum Zahltag überbrücken zu können. Und das ist widersinnig! Geld mitzubringen, um arbeiten zu können, und dann über mehrere Monate dafür zu arbeiten, um die notwendigerweise gemachten Schulden abzutragen. Finde den Fehler!

Und jetzt bin ich stinksauer und maßlos enttäuscht, und beginne wieder zu zweifeln. Andererseits bin ich mir sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, aber diese Entscheidung ist bitter. Und meine Suche beginnt wieder von Vorne. Aber irgendwie ist das auch in Ordnung, denn darauf angewiesen, um jeden Preis eine Arbeit anzunehmen, bin ich ja nicht! Ich lebe zwar am Existenzminimum, aber bin trotz allem beschäftigt und mehr als zufrieden damit, was ich zur Zeit habe und tue. Geld ist eben nicht alles, und ich bin nicht käuflich. Und das ist gut so!

Update: Anscheinend verfüge ich über eine ungeahnte Überzeugungskraft (und über die besseren Argumente): Mein zukünftiger Chef hat sich entgegen meiner Erwartung gerade verbindlich dazu bereit erklärt, mir zu Ende Mai einen Abschlag zu zahlen, und hat damit meiner Situation Rechnung getragen. So heißt es am Montag also doch: Arbeit, ich komme!

Donnerstag, 28. April 2016

Leichte Überforderung

Die ersten Exemplare von "Grenzgänger" sind heute bei mir eingetroffen - und ich freue mich unbeschreiblich! So ganz vermag ich es noch garnicht zu glauben, dass das tatsächlich mein Buch ist, das da vor mir auf dem Schreibtisch liegt - von mir geschrieben. Und ich fühle mich überfordert, denn so ein Glücksgefühl hatte ich zuvor noch nie. Ich habe etwas geschaffen, an dem andere, und sogar völlig fremde Menschen tatsächlich Anteil nehmen, und mich in meinen Gedanken kennenlernen können, und während des Schreibens auch schon sehr viel Anteil genommen, und mich unterstützt und ermutigt haben.

Ich habe das kürzlich schon einmal geschrieben, aber jetzt muss ich es wiederholen: Das ist alles neu und ungewohnt für mich, und ich fühle mich überrollt! Natürlich kenne ich grundsätzlich das Gefühl von Glück, oder Zufriedenheit, oder Stolz. Aber bislang waren das bestenfalls flüchtige Augenblicke, und kein permanent anhaltender Zustand, so wie in den letzten zweieinhalb Monaten.

Das Buch hat einiges verändert: meine Lebenseinstellung und mein Lebensgefühl. Damit hatte ich nicht gerechnet; und schon garnicht damit, dass solche Veränderungen offensichtlich auch von Dauer sein können. Damit muss ich erst umgehen lernen. Und das wird dauern.


Mittwoch, 27. April 2016

Wieder arbeiten dürfen

Für diejenigen von Euch, die sich tagtäglich gefrustet zu ihrem Arbeitsplatz quälen, und deren Motivation sich in einem mehr oder weniger gutgefüllten Bankkonto am Monatsende erschöpft, mag diese Überschrift wie blanker Hohn klingen.

Wieder arbeiten dürfen? Ja, ich darf wieder arbeiten! Über ein Jahr hatte ich nach einem Minijob gesucht, und das erfolglos. Nun habe ich zwar seit geraumer Zeit ausreichend Arbeit mit dem Schreiben gefunden, und fühle mich ausgefüllt und sehr befriedigt dadurch. Aber das Schreiben allein macht mich nicht satt, und meine Geldnöte sind unverändert. Außerdem wird es mir guttun, meinem Kopf auch andere, mir noch unbekannte Tätigkeiten zuzumuten, die mich auf andere Gedanken, aber die mich vor Allem in Kontakt und Austausch mit andere Menschen bringen. Und das regelmäßig. Und gegen Bezahlung. Natürlich ist Geld für mich nicht alles. Aber es ist Mittel zum Zweck, um wieder mehr Spielraum zu haben, und wieder mehr am Leben teilhaben zu können. Das ist mir wichtig, denn Armut isoliert!

Ich darf also ab Mai wieder arbeiten und Geld verdienen. Das gibt meinem Leben eine weitere neue Ausrichtung, auf die ich sehr gespannt bin




Dienstag, 26. April 2016

Neues Schreiben

Ich arbeite jetzt an einer Erzählung. So weit, so unspektakulär. Aber ich habe bislang nur meist autobiografisch angehauchte Texte und Gedichte geschrieben, die sich mit meiner Lebenswelt und meinen Gefühlen befassen - die also sehr selbstreferenziell sind. Das ist alles völlig in Ordnung und war bis jetzt jedenfalls für mich außerordentlich wichtig als Ventil und Möglichkeit zur Reflektion.

Eine Erzählung zu schreiben bedeutet, sich ganz auf seine Fantasie verlassen zu müssen und zu können. Oder können zu müssen. Denn es geht nicht länger um mich, oder um Gefühle und Erfahrungen, die mich in einer bestimmten Weise motivieren, prägen und antreiben. Nein, es geht darum, in andere Menschen hineinzuschlüpfen, und deren Gedanken, Motivation und Geschichte zu ergründen. Und diese Menschen gibt es nicht wirklich - sie existieren nur in meinem Kopf und entstehen teilweise auch erst während des Schreibens. Und ich kenne sie nicht, sondern lerne sie erst im Verlauf ihres Lebens kennen und mögen, oder auch nicht. Vor allem Letzteres macht es manchmal schwer, denn wie beschreibt man eine Person, die man abgrundtief unsympathisch findet?

Als ich "Grenzgänger" geschrieben habe, musste ich nur dem zu folgen versuchen, was sich über die Jahrzehnte in mir und um mich herum ereignet hatte, und wie ich es erlebt habe. Jetzt habe ich keinerlei Erfahrungen, auf die ich zurückgreifen kann, sondern kann lediglich Teile meiner Persönlichkeit, und die Persönlichkeit mir bekannter Menschen mit einfließen lassen - sie also transformieren, miteinander mischen und voller Neugier dabei zusehen, was daraus wird. Und das ist der große Unterschied zu vorher, wo ich mich vollständig in bekannten Gewässern bewegen konnte.

Für mich ist das ein Quantensprung. Und sehr mutig (siehe selbstreferenziell!) Es ist ein Experiment, dessen Ausgang völlig ungewiss ist. Denn ich habe nicht die leiseste Ahnung, ob ich tatsächlich dazu imstande bin, eine komplett neue Geschichte zu erfinden, in der nicht ich im Mittelpunkt des Geschehens stehe, sondern fiktive Personen, die nur sehr entfernt mit mir und meiner Lebenswelt zu tun haben. Und deren Weg zu folgen und zu begleiten auch andere Menschen Interesse haben. Es bleibt abzuwarten!




Montag, 25. April 2016

Buchbestellungen

Kurzes Update für Euch: Mein Buch ist ab sofort bei allen Online-Händlern (Amazon, Thalia, Ebooks.de, etc.) gelistet und bestellbar! Nur das E-Book lässt noch etwa 14 Tage auf sich warten. Weitere Infos folgen natürlich!

Sonntag, 24. April 2016

Eine Freundschaft

Für viele Jahre galt für mich immer das (etwas überspitzt formulierte) Motto: Freunde sind nur Menschen, die mich noch nicht enttäuscht haben. Das heißt nicht, dass ich keine Freunde gehabt hätte, aber es bedeutet, dass ich selbst meine Freunde aus Angst vor Zurückweisung und Enttäuschung immer auf Distanz gehalten habe. Es fehlte immer das letzte Quentchen Vertrauen, um wirkliche Freundschaft, und damit auch Nähe und Zuneigung wirklich zulassen und auch aushalten zu können.

Es gibt einen Menschen, der mich mit Unterbrechungen seit über fünfundzwanzig Jahren begleitet, und bei dem dieses Motto unversehens immer wieder widerlegt und still und leise außer Kraft gesetzt wurde - ohne, dass es mir wirklich bewusst geworden wäre. Selbst in meinen dunkelsten Zeiten, in denen ich andere Menschen kaum um mich ertragen konnte, war er einfach immer da und machte darum nicht viel Aufhebens. Für ihn war es selbstverständlich, denn er war mein Freund. Im Gegensatz zu mir wusste er immer, was zu tun ist, um mir mein Los erträglicher zu machen und Differenzen schreckten ihn nie wirklich ab. Es gab Zeiten, wo wir räumlich und aus gegenseitiger Kränkung getrennt waren. Aber diese Distanzen waren nie unüberbrückbar. Im Gegenteil: Als wir uns vor einigen Jahren wiedergefunden haben, war es so, als seien lediglich ein paar Wochen vergangen, seitdem wir uns zuletzt gesehen hatten.

Auch an ihm ist das Leben nicht spurlos vorbeigegangen. Er hat viel durchleiden müssen, macht aber auch darum kein Gewese. Und doch: ich wünsche mir manchmal, ich hätte ihm in diesen Zeiten ein genauso guter Freund sein können, wie er mir. Aber vermutlich würde er sagen: "Mach dir keinen Kopp Alter, und bleib locker!" Das sagt er so ähnlich häufiger, wenn ich an mir zweifele, und meine Fähigkeiten und Qualitäten mal wieder in Frage stelle.

Er ist bescheiden; manchmal auch zu bescheiden, wie ich finde. Er könnte Stolz auf das sein, was er trotz Widrigkeiten erreicht hat. Aber er ist es nicht. So wie ich, stellt er sein Licht unter den Scheffel und macht sich unnötig klein. Bei mir sieht und reklamiert er es, bei sich nicht. Aber das macht ihn liebenswert, so wie besondere Eigenheiten jeden Menschen erst so richtig prägnant und liebenswert erscheinen lassen.

Wenn er das liest, wird er vermutlich verlegen abwehren und wieder zur Tagesordnung übergehen. Aber im Stillen wird es ihn vermutlich doch freuen - so wie mich, wenn man mir Komplimente macht. Das zeigt, wie ähnlich wir uns sind. Manchmal denke ich, ich schaue in einen Spiegel, wenn er erzählt. Und tief in mir verstehe ich ihn so sehr, dass ich es nicht in Worte fassen kann. Das ist so unbeschreiblich schön, dass mir - während ich diese Zeilen schreibe - ganz warm ums Herz wird.

Ich fühle mich ihm sehr nah, aber wir Männer können ja über soetwas nicht sprechen. Wir sagen "Arschloch!" und meinen: "Ich hab dich lieb!" Also: "Du altes Arschloch: ich hab dich lieb!"



Samstag, 23. April 2016

Auseinandersetzungen

Kennt Ihr das? Über viele Jahre hinweg wurden meine Entscheidungen und meine Meinung zu bestimmten Dingen immer wieder hinterfragt und in Zweifel gezogen. Häufig musste ich mich rechtfertigen und erklären - mit dem Resultat, dass ich ignoriert und mit meinen Überzeugungen nicht ernst genommen wurde.

Solche Situationen schaffen mich bis heute jedes Mal aufs Neue, und verursachen große Aggressionen und das Gefühl von Bedrängtsein bei mir. Ich muss mich dann schwer zusammennehmen, um nicht blindlings um mich zu schlagen, und mein Gegenüber zu verletzen (natürlich nur im übertragenen Sinn).

Früher hätte ich vor so einer Situation schweigend und zutiefst verletzt resigniert, und hätte mich in meiner gefühlten Bedeutungslosigkeit bestätigt gesehen. Heute halte ich soetwas zumindest aus, und versuche nach kurzem und ratlosen Zögern, die Situation zu entschärfen - auch wenn es mir schwerfällt. Denn die Resignation lockt noch immer, und der einfachere Weg wäre es vermutlich, wieder zu schweigen und die Wut einfach runter zu schlucken. Das ist keine gute Idee und ich weiß das. Denn wohin es führt, Gefühle zu ignorieren, ist mir hinlänglich bekannt: Es führt zu nichts Gutem! Also spreche ist es an - mit einem dicken Kloß im Hals und der Befürchtung, wieder nicht ernst genommen und ignoriert zu werden. Und meistens klärt sich dann alles! Sehr zu meiner Erleichterung und mit einem leichten Erstaunen darüber, dass ich es unbeschadet überstanden habe.

Ich habe irgendwo mal geschrieben, dass sich bei mir schlechte Erfahrungen schneller und vor allem dauerhafter einprägen, als die guten. Die guten Erfahrungen überhaupt als solche zu erkennen und auch dauerhaft "abzuspeichern", stellt mich noch jedes Mal vor große Herausforderungen. Ich bin  immer darauf gefasst, negativ in meinen schlimmsten Erwartungen bestätigt zu werden, anstelle davon auszugehen, auch im Guten bestätigt zu werden. Oder einfach deshalb, weil meine Argumente auch tatsächlich stichhaltig und überzeugend sind.

Das alles ist - mal wieder - eine Frage des Selbstvertrauens und des Selbstwert- Gefühls. Und offensichtlich wartet da noch ein Haufen Arbeit auf mich. Oder? 

 






(Einstweilen) Abschließende Bemerkungen

Es ist geschafft: Das Buch ist in der Welt und ich habe ziemlich viele Menschen ziemlich intensiv damit genervt (vermutlich)!

Reklame in eigener Sache zu machen, und das Ergebnis eines ureigenen, schöpferischen Prozesses über den engsten Freundes- und Familienkreis hinaus publik zu machen, hat mich einiges an Überwindung gekostet. Soetwas ist neu für mich; ich kenne mich damit nicht aus, und möglicherweise bin ich in meiner (hoffentlich verständlichen) Euphorie ein wenig übers Ziel hinausgeschossen. Aber neue Erfahrungen sind auch immer nützlich. Fürs nächste Mal weiß ich es besser, und werde meine PR-Maßnahmen vorab sorgfältiger planen und weniger chaotisch koordinieren.

Ich denke, es ist nachvollziehbar, dass ich mein Buch (in bescheidenem Maße) auch verkaufen möchte, auch wenn ich weiß, dass sein Inhalt ziemlich speziell ist und nicht das Zeug zum Bestseller hat. Dafür ist es einfach zu wenig glatt, und zu wenig Mainstream. Aber das bin ich auch, und damit ist es zumindest authentisch und unverfälscht. Wer es liest, lernt mich und meine Art zu denken kennen, und vielleicht auch zu schätzen. Das jedenfalls wünsche ich mir.

Jedenfalls ist mein Kopf nun wesentlich aufgeräumter und hat Platz für neue Ideen. Vor ein paar Jahren hatte ich schon einmal die Idee für eine Erzählung, bin aber an der Komplexität und dem ziemlich kniffligen Inhalt gescheitert. Jetzt ist der Knoten geplatzt und ich habe Vertrauen in meine Fähigkeiten gefasst. Außerdem habe ich alle Zeit der Welt dafür, die Geschichte sich in aller Ruhe entwickeln zu lassen, und ihr Zeit zu geben zu reifen. Zumal ich selber auch noch überhaupt keine Ahnung davon habe, wie, und wohin sie sich entwickeln wird.

Nochmals DANKE an alle, die mich während des Schreibens auf die unterschiedlichste Weise unterstützt - und im Gegensatz zu mir - immer die Nerven behalten haben! Ihr seid einfach klasse! 




Freitag, 22. April 2016

Buchbestellungen

Für die ganz eiligen, die den offiziellen Start meines Buches "Grenzgänger" nicht erwarten können:
Hier gibts den direkten Link zum Buchshop von BoD:

https://www.bod.de/buch/eckhard-neuhoff/grenzgaenger/9783839167373.html

Donnerstag, 21. April 2016

Das Leben geht weiter

Gestern ist mein Buch erschienen, und die Welt hat nicht den Atem angehalten (hatte ich irgendwie erwartet!) Sie dreht sich einfach weiter.

Das ist erstmal ziemlich ernüchternd, aber gleichzeitig gibt es mir auch die richtige Perspektive: Mein Buch ist eines von vielen Büchern, die im Laufe eines Jahres auf den Markt kommen, und nicht das eine Buch, das den Lauf der Welt verändern wird. (Ok, vielleicht bringt es den Einen oder Anderen zum Innehalten und Nachdenken?) Und wenn es das tut, habe ich verdammt viel erreicht!

Eines hat es aber sicherlich geschafft: Ich habe die Freude am Schreiben wiedergefunden und damit etwas entdeckt, was ich ganz unbescheiden als wesentlichen zukünftigen Lebensinhalt, oder Lebenssinn bezeichnen möchte. Danach habe ich ziemlich lange gesucht, ohne zu wissen, wo ich suchen soll. Und das ist ein Geschenk! Statt mich weiterhin einem aussichtslosen und kräftezehrenden Wettstreit zu stellen, bei dem ich nur verlieren kann, kann ich mich nun Dingen zuwenden, die mir tatsächlich viel Freude bereiten, und die mir eine ungeahnte innere Stärke und Gewissheit verleihen. Das ist einfach nur klasse!

Die letzten Tage habe ich damit verbracht, mein Buch zu bewerben und zu versuchen, ihm Aufmerksamkeit, und damit Auflage zu verschaffen. Dem einen oder anderen bin ich damit sicherlich auch auf den Keks gegangen, aber Manches lässt sich nicht vermeiden. Aber um eines klar zu stellen: Ich träume nicht davon, reich und berühmt zu werden! Das würde einen Grad von Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit nach sich ziehen, dem ich weder gewachsen bin, noch würde es mir gefallen. Außerdem bin ich Realist genug um zu wissen, dass ich mit meinen Themen nur einen sehr überschaubaren Kreis von Menschen erreichen kann. Und das ist gut so.

Also wie geht es weiter? Mein Kopf ist voller Ideen für weitere Projekte, denen ich mich je nach Lust und Laune widmen werde; und mit einem habe ich bereits begonnen. Nur soviel sei verraten: es wird eine Erzählung. Ansonsten lebe ich mein Leben wie bisher. Nur mit einem Unterschied: Ich habe keine Angst mehr davor! Im Gegenteil: Ich bin sehr gespannt darauf, was sich alles noch an Begegnungen und Ideen ergibt, an denen ich mich freuen, oder aber auch reiben kann. Und diese Ungewissheit macht es spannend und lebenswert!




Mittwoch, 20. April 2016

Der Countdown läuft! (Update)

Heute Morgen bekam ich die folgende Mail von meinem Verlag:


"Sehr geehrter Herr Neuhoff,
vielen Dank für die erteilte Druckfreigabe Ihres Buches: „Grenzgänger“ mit der BoD-Nummer ******.
Private oder Buchhandelsbestellungen, die eventuell bereits eingegangen sind, werden unverzüglich bearbeitet. Sollten Sie noch keine Buchbestellung für Ihren Eigenbedarf getätigt haben, können Sie dies jederzeit in myBoD unter der Rubrik „Buchbestellung” nachholen.
Sofern Sie ein Buch zur Veröffentlichung gewählt haben und eine ISBN vergeben wurde ( hab ich, und wurde!), sind Sie nun mit Ihrem Titel in den für Buchhändler wichtigen Großhandelskatalogen gelistet. Nach nur wenigen Tagen ist Ihr Titel in über 1.000 Online-Buchshops, kurze Zeit später auch flächendeckend im deutschsprachigen Buchhandel bestellbar. (...)" 
(Hervorhebungen und in Klammern gesetzte Anmerkungen sind von mir).

Die ersten Belegexemplare sind bestellt und auf dem Weg!

Es tut mir leid, dass ich zur Zeit etwas monothematisch unterwegs bin (obwohl: eigentlich tut es mir nicht leid!), aber ich fühle mich im Moment so, wie sich wohl Eltern kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes fühlen müssen (mal abgesehen natürlich von den zu erwartenden Schmerzen während der Wehen). Ich bin gespannt und tierisch nervös und hoffe, dass alles glatt geht!

Ich habe mir was überlegt, um mich bei Euch für die Unterstützung und das tolle Feedback zu bedanken: Die ersten drei von Euch, die sich per Mail unter Angabe ihrer Postadresse bei mir melden, bekommen von mir ein signiertes und mit Widmung versehenes Freiexemplar zugeschickt! (eckhardneuhoff@mail.de) Also ran an die Tasten!

Soweit für heute und natürlich halte ich Euch weiterhin auf dem Laufenden! 


Und da ist es:  https://www.bod.de/buch/eckhard-neuhoff/grenzgaenger/9783839167373.html

 

 

Montag, 18. April 2016

Gefühlslage

Die letzten beiden Monate waren außergewöhnlich: Ich habe innerhalb kurzer Zeit ein Buch geschrieben, und ab Mai beginnt für mich nach langer und ungemein frustrierender Suche ein neuer Minijob. Also alles Gut?

Offen gestanden: ich weiß es nicht! Es ist so viel mit mir und in mir passiert, dass ich das Gefühl habe, nicht hinterher zu kommen. Dazu kommt, dass Erfolg mich immer misstrauisch macht (ich weiß, ist ne dumme Angewohnheit!). All das macht mich ruhelos, und ich weiß nicht, wie damit umgehen.

Andere würden sich jetzt vermutlich entspannt zurücklehnen und ihren wohlverdienten Erfolg erstmal ausgiebig genießen. Ich kann das nicht. Klar bin ich stolz auf mein Baby, aber gleichzeitig überlege ich, was ich hätte besser machen können, und ob ich mir vielleicht doch hätte mehr Zeit lassen sollen (also habe ich gepfuscht?). Während des Schreibens war ich definitiv in einer Art Rauschzustand: Was sich über Jahre hinweg angestaut hatte, wollte raus. Und das auf Einmal. Ich hatte Mühe, mit dem Schreiben hinterher zu kommen und dabei das Gefühl: Ich habe nicht viel Zeit! Ich weiß: das ist Blödsinn, denn ich hatte ja keine Deadline für das Buch.

Und dann der Job. Über ein Jahr habe ich mich wie ein Bekloppter beworben - verzweifelt nach einer Aufgabe suchend, und mit finanziellen Ängsten im Nacken. Und ich war erfolglos. Hatte eine Handvoll Bewerbunsggespräche, die alle mit einer enttäuschenden und doch erwarteten Absage endeten.

Dann habe ich einfach losgelassen. Wobei: das Wort "einfach" stimmt nicht! Ich habe lange mit mir gerungen, denn schließlich waren für mich ein regulärer Job und mein Selbstwertgefühl für eine halbe Ewigkeit untrennbar miteinander verknüpft. Und dann kam meine Therapeutin - schwer genervt von meiner Fokussierung auf einen Job - und schlug mir vor, mal wieder zu schreiben. Das Resultat kennt ihr. Ich habe geschrieben, und alles Andere hat an Wichtigkeit und Bedeutung verloren. Ich habe gemerkt: Schreiben ist meine Bestimmung!

Jetzt bin ich nervös! Alles hat so reibungslos geklappt - wie selbstverständlich. Ich habe losgelassen, und einen Job bekommen. Ich habe losgelassen, und konnte ein Buch schreiben. Ob es gut geworden ist, kann ich nicht beurteilen. Das könnt nur Ihr, wenn Ihr es lest (sorry, aber etwas Werbung muss sein!)

Vor ein paar Tagen habe ich etwas flapsig gesagt: "ich habe momentan einen Lauf!" Aber meine Kondition ist begrenzt, und Laufen strengt an. Also habt bitte etwas Verständnis für einen etwas erschöpften und nervösen Läufer nach seinem ersten Marathon... DANKE! 

Sonntag, 17. April 2016

Update zu : Buch ist fertig und Fundraising

Gestern schrieb ich:

"Nach einer relativ kurzen, aber umso intensiveren Zeit ist es soweit: das Buch ist fertig und trägt den Titel:

"Grenzgänger 
Autobiografische Fragmente und der Versuch ihrer Zuordnung" 
ISBN: 9783839167373

Es ist ab Ende der nächsten Woche lieferbar! 

Ich habe in den letzten Tagen das Manuskript sorgfältig redigiert und vervollständigt, bis ich das sichere Gefühl hatte: Es ist rund und stimmig!

Gleichzeitig habe ich mir natürlich auch Gedanken dazu gemacht, auf welche Weise ich das Buch veröffentlichen will. Und habe mich dafür entschieden, es über einen Online-Verlag (www.bod.de) in die Welt zu bringen, und zwar sowohl als klassisches Buch (Paperback, ca. 120 Seiten), als auch als E-Book. Es wird sowohl über den stationären Buchhandel, als auch über alle gängigen Online-Shops (Amazon, etc.) bestellbar sein.

Bewusst habe ich mich dabei gegen eine klassische Verlagssuche entschieden, und zwar deswegen, weil ich als unbekannter Autor mit meiner sehr speziellen Thematik auf normalen Weg ohnehin keine Chance habe, einen Verlag zu finden der bereit ist, das unternehmerische Risko zu tragen. Und weil mir das Buch so wichtig ist, dass ich keine wertvolle Zeit damit vergeuden möchte, wahrscheinlich jahrelang und vergeblich einen Verleger zu suchen.

Ich habe ein sehr günstiges Angebot gefunden, das meinen Ansprüchen genügt, und das mir alle Freiheiten lässt, mein Buch selber zu bewerben und aktiv zu "vermarkten". Mein Problem dabei ist aber, dass ich nicht über die nötigen Mittel verfüge, das Projekt zu verwirklichen. Aus diesem Grund wende ich mich an Euch: Gibt es jemanden unter Euch, der bereit und in der finanziellen Situation ist, mich mit einem seinen Möglichkeiten angepassten Geldbetrag (beispielsweise 5€, oder 10€) zu unterstützen, damit ich das Buchprojekt ans Laufen bringen kann, und die Möglichkeit habe, mir die nötige Menge an Beleg- und Rezensionsexemplaren zu beschaffen?

Natürlich soll diese Unterstützung nicht ohne Gegenleistung bleiben: Diejenigen, die mich so großzügig unterstützen, bekommen selbstverständlich ein von mir signiertes und mit Widmung versehenes Freiexemplar des Buches geschenkt!

Es mag vielleicht Menschen geben, die dieses Ansinnen unangemessen finden. Aber auch ich musste mit mir ringen, bis ich mich zu diesem Schritt entschlossen habe. Denn um Gefallen zu bitten, fällt mir nicht leicht! Aber mir liegt dieses Buch aus verschiedenen Gründen sehr am Herzen und ich halte es (nicht nur für mich!) für wichtig.

Wer meine Begeisterung teilt und mir helfen möchte, der melde sich bitte entweder über Facebook bei mir, oder unter eckhardneuhoff@mail.de. Ich bin gerne bereit, eventuelle Fragen oder Bedingungen zu besprechen!

Vielen lieben Dank schon mal im Voraus!"

Nachtrag: Mit Fundraising habe ich - wie mit so vielem anderen- keinerlei Erfahrung! Deshalb muss ich es als Erfahrung verbuchen, mit einem zu großen Geldbetrag möglicherweise abzuschrecken. Aus diesem Grund nenne ich keine konkrete Summe mehr, sonder überlasse es Eurer Entscheidung und Eurem Geldbeutel, mit welcher Summe ihr mich unterstützen könnt und möchtet!

Außerdem ein großes Sorry für meinen inzwischen gelöschten heutigen Post! Er war übereilt und meiner mangelnden Erfahrung in solchen Dingen geschuldet!

Danke für Euer Verständnis!



Donnerstag, 14. April 2016

Neue Schwerpunkte

Ich habe mein Blog aufgeräumt und entrümpelt. Insbesondere die Texte der letzten Wochen, die ich nun zu einem Buch umarbeite, habe ich entfernt (aus hoffentlich verständlichen Gründen).
Das mag der eine oder andere bedauerlich finden - für mich ist es ein Neubeginn!
So lange ich an meinem Buch arbeite, werde ich mich hier nur noch sporadisch zu Wort melden, um Euch auf dem Laufenden zu halten, oder wenn mir ein Thema besonders unter den Nägeln brennt.
Danke Euch allen fürs Lesen und die Unterstützung, ohne die dieses Buch vermutlich nie auf den Weg gekommen wäre!