Sonntag, 30. Juli 2017

Vielleicht

Vielleicht sollte ich
dich nicht so sehr beschützen wollen
und nicht
das tiefe Bedürfnis haben
dir nah zu sein
Aber dann wäre es nicht ich


Vielleicht sollte ich

mich nicht so sehr
von dir verstanden -
angenommen fühlen
Aber dann wäre es nicht ich


Vielleicht sollte ich
dich nicht so sehr trösten wollen
und nicht darauf achtgeben
dass es dir wirklich gut geht
und du dich mit mir sicher fühlst
Aber dann wäre es nicht ich


Und vielleicht sollte ich
dich nicht so sehr
sanft in den Arm nehmen wollen
dir zeigen wollen
dass es mir nur um dich geht
Aber dann wäre es nicht ich

Donnerstag, 27. Juli 2017

Meine Komfortzone - Zwischen Veränderung und Wohlempfinden

Wir alle haben unsere persönliche Komfortzone aus liebgewonnenen Gewohnheiten, Ritualen und Denkmustern. Sie schenken uns Sicherheit, Geborgenheit und so etwas wie Struktur. Wenn wir von anderen Menschen verletzt oder enttäuscht werden, gibt es immer Eines, worauf wir uns verlassen und wohin wir uns zurückziehen können: Die Komfortzone.

Ich tue mich sehr schwer mit Veränderungen, denn sie bereiten mir noch immer große Angst und Unsicherheit. Viel zu lange waren für mich die Begriffe Veränderung und unausweichliches Scheitern durch sehr eindrückliche und schmerzhafte Erfahrungen schier untrennbar miteinander verknüpft. Und doch hat es immer wieder unmerkliche Veränderungen gegeben, die nicht in einem totalen Schiffsbruch gemündet sind: Ich habe damit aufgehört, mich durch komplizierte Lügengeflechte vor Verletzungen und Zurückweisungen zu schützen und es hat mir gut getan! Ich habe damit begonnen, über mein Leben, meine Gedanken und Gefühle zu schreiben, mich zu öffnen. Und es hat mir ebenfalls gut getan! Zur Zeit bin ich im Begriff, neue Menschen kennenzulernen, ihnen eine Art "Vorschuss-Vertrauen" zu gewähren. Und... Ratet mal!

Unmerklich habe ich mich damit in den verschiedensten Lebensbereichen von meiner Komfortzone entfernt und so neue Erfahrungen und Erlebnisse sammeln dürfen. Aber das alles braucht auch Zeit und ein gewisses Maß an Vertrautheit, an liebgewonnener Gewohnheit ist geblieben und wird auch bleiben - für mein Bedürfnis nach Sicherheit und Vertrautheit. Und ich glaube, dass jeder Mensch eine Art "sicheren Ort" benötigt, wo er sich geborgen und aufgehoben fühlt und an dem er ausspannen kann.

Zur Zeit erlebe ich sehr viele Veränderungen und Umbrüche in meinem Leben. Das ist gut und richtig so! Aber es ist eben auch eine große Herausforderung an mich, meine Gewohnheiten und an die "Trägheit der Masse".

Meine Depressionen haben in den letzten zwei Jahren spürbar an Intensität und Bedrohlichkeit verloren, aber sie werden mich nie vollständig verlassen. Und das ist so in Ordnung! Auch meine Angst davor, mich anderen Menschen wirklich zu öffnen, mich auf sie und die Nähe einzulassen, ist deutlich weniger geworden, aber sie ist noch immer spürbar vorhanden. Ob das so bleibt? Ich weiß es nicht! Aber auch damit kann ich leben.

Veränderungen brauchen Zeit und ich kann sie so lange zulassen, wie ich sowohl ihr Tempo, als auch ihren Rhythmus selber bestimmen kann. Werde ich, oder fühle ich mich überfordert, oder unter Druck gesetzt, dann brauche ich eine Pause, in der ich mich erholen und in der ich Atem schöpfen kann.

Für mich geht es darum, zwischen der Notwendigkeit von Veränderung für eine bessere Lebensqualität einerseits und meinem großen Bedürfnis nach Sicherheit und Verlässlichkeit für mein Wohlempfinden andererseits, jedes Mal sorgfältig und mit Bedacht abzuwägen. Voreilige und impulsive Entscheidungen führen meist zu nichts Gutem, sondern zu Enttäuschung und gefühlten Rückschritten. Es geht also - wie bei so vielem - um die richtige Balance.

Mittwoch, 26. Juli 2017

Unvernunft

Unsere Nähe
und unsere Vertrautheit
die Intimität unserer Gedanken
machen mich sprachlos
je länger wir einander
nicht sehen können

Ist es unvernünftig
Sehnsucht nach dir zu haben
obwohl wir uns bisher
nur sprachlich
begegnet sind?

Ist es unvernünftig
mich darauf zu freuen
deine Stimme zu hören
selbst wenn du
erschöpft und müde
von deinem Tag bist?

Wie unvernünftig
mag es dann erst sein
sich in deine Stimme
und deine geschriebenen Worte
zu verlieben?

Aber ich bin gerne unvernünftig
wenn es darum geht
dir nah sein zu können
und immer wieder
mein Herz
auf der Zunge zu tragen
um dich
mit meinen Worten
sanft zu streicheln



Dienstag, 25. Juli 2017

Erste Erlebnisse mit Hochsensibilität

Vor ein paar Wochen bin ich zufällig auf einen Blog aufmerksam geworden, der sich mit dem Phänomen der Hochsensibilität beschäftigt. Leider ist die Existenz dieses Phänomens wissenschaftlich genauso umstritten wie das ADHS -Syndrom, was aber nichts an seinem ganz realen Vorhandensein ändert.

Hochsensible Menschen verfügen über einen ganz besonders feinen "Draht" sowohl für die eigenen Gefühle, die sie sehr deutlich und quasi vollkommen ungefiltert wahrnehmen und erleben, als auch für die Stimmungen anderer, meist ihnen nahestehender Menschen - bis hin zu telepathischen Erlebnissen (ja, lacht mich nur aus..). Und das überfordert! 

Als ich ein Kind war, war es für mich selbstverständlich, Stimmungen wie im Vorbeigehen aufzuschnappen. Wenn ich auf dem Nachhauseweg von der Schule war, bekam ich sehr oft einen schmerzhaften Knoten in der Magengegend und ich wusste, dass es zuhause wieder Ärger geben würde, ohne dass auch nur ein einziges Wort gewechselt war. Oder ich musste meine Mutter nur anschauen und wusste, dass sie wieder einmal ganz schlecht gelaunt war und nur einen Grund suchte, mir Schuldgefühle und ein schlechtes Gewissen zu bereiten.

Ganz unwillkürlich habe ich mir dann im Laufe der Jahre einen inneren Schutzschild zugelegt, bis ich zu meinen Gefühlen überhaupt keinen Zugang mehr hatte. Es war einfach zu viel, was ich erleben und erleiden musste. Im Laufe der letzten Jahre - im Zuge vieler Therapien bekam ich ganz allmählich wieder Zugang zu meiner Gefühlswelt, aber noch immer sehr gedämpft. Und erst in den letzten Monaten sind auch die Überreste des Jahrzehnte-alten Schutzschildes verschwunden. Das ist extrem ungewohnt und immer wieder werde ich von der Wucht meiner Gefühle übermannt. Erst als ich besagten Text gelesen hatte, wurde mir bewusst, dass es die Hochsensibilität ist, die mir Erklärungen für mein überaus differenziertes und reiches Gefühlsleben bietet und gleichzeitig meine Jahrzehnte andauernden Schwierigkeiten im Leben in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt.

Neue Erkenntnisse zu gewinnen, ist immer ein sehr spannender, aber auch sehr fordender Prozess, der mich vor große Herausforderungen stellt. Und nicht nur mich, sondern auch die Menschen, die dann leider gelegentlich die volle Wucht meiner Emotionen zu spüren bekommen. Denn Hochsensibilität birgt auch eine große und nur schwer zu beherrschende Impulsivität in sich - mit oft fatalen Folgen.

Ich möchte meine Gefühle, meinen Zugang zu ihnen, nicht mehr missen. Sie erst machen mich zu einem wirklich vollständigen, sehr bewussten und authentischen Menschen. Aber sie sind auch eine Verpflichtung und erlegen mir eine große Verantwortung auf. Es bleibt also spannend...

Donnerstag, 20. Juli 2017

Umbruch, Aufbruch, Neuland

Über dreißig Jahre habe ich mich in unterschiedlichster Intensität und auf vielerlei Weise mit mir und meiner Erkrankung auseinandergesetzt. Und gerade die letzten zwei Jahre waren dabei eine besonders intensive und für mich ertragreiche Zeit.

Durch die sehr intensive und zwischenmenschlich so wundervolle Therapiezeit beflügelt, habe ich neue Betrachtungsweisen gewonnen und gelernt, mich selber auf ganz andere Weise wahrzunehmen, zu verstehen und zumindest in einem ersten Schritt auch wirklich zu akzeptieren. Dabei waren die Hauptthemen meines bisherigen Lebens Angst vor Neuem und mir und anderen Menschen wirkliches Vertrauen zu schenken.

Im Schreiben habe ich meine Nische gefunden, die mich beflügelt und in der ich mich sicher und aufgehoben fühle. Das ist für mein Wohlbefinden, für meine Selbstakzeptanz von wirklich großer Bedeutung. Denn Sicherheit bedeutet für mich, angekommen zu sein und meine Lebenssituation tatsächlich so annehmen zu können, wie sie ist.

Trotzdem bin ich noch immer mit den "alten" Themen befasst und tue mich schwer damit, sie loszulassen. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass ich erst kürzlich die Therapie abgeschlossen habe und nicht einfach die Tür hinter mir schließen kann - ganz so, als sei damit plötzlich alles Vergangene ebenfalls zuende. Vieles wirkt noch nach: Erlebnisse, Erfahrungen und nicht zuletzt die so intensiven Gefühlserfahrungen der letzten Monate. Das alles ist noch sehr präsent. Aber gleichzeitig ist es eben auch noch immer altbekanntes Gelände und weit entfernt von einem vollständigen und umfassenden Neubeginn.

Es ist mir schon immer schwergefallen, alte und bequeme Dinge wirklich loszulassen - auch aus einer undefinierbaren Angst heraus vor dem Unbekannten und aus Angst davor, wieder zu scheitern, wie so oft in meinem Leben. Es sind die alten Denkmuster und Glaubenssätze, die mich in gewisser Weise gefangen halten. Sie sind bequem und sie lähmen mich. Mit einem gewissen Zynismus könnte man sagen: Ich habe Altbekanntes zu meiner neuen Aufgabe erwählt, indem ich ausschließlich über mein bisheriges Leben und über meine Erkrankung schreibe und mich so wieder tief und immer tiefer in dieses Thema eingrabe.

Das Schöne daran ist: Ich bekomme sehr viel an wirklich bestärkenden und sogar bewundernden Rückmeldungen für meine Texte und Gedichte - für ihre Substanz, ihre Tiefe und dafür, dieses Thema anderen Menschen verständlich zu machen, oder dafür, das in Sprache zu bringen, was andere Betroffene selber nicht zu formulieren vermögen. 

In neuen Begegnungen mehren sich die Stimmen, die einerseits das was ich tue, zutiefst bewundern und davon sehr berührt sind. Aber andereseits weisen sie mich immer wieder darauf hin, dass es eben Altbekanntes ist, das mich in meiner Krankheit verharren lässt. Und das gibt mir zu denken und es verunsichert mich.

Wie sähe mein Leben ohne diese "Altlasten" und ohne meine altvertrauten Begrenzungen aus? Wie würde es sich anfühlen, tatsächlich frei zu sein in dem, was ich tue und denke? Was für gänzlich unbeschwerte und unbelastete Begegnungen wären möglich?

Ich werde darüber nachdenken...


Mittwoch, 19. Juli 2017

Seelenverwandtschaft

Von Zeit zu Zeit geschehen kleine Wunder
in der Begegnung zweier Menschen:
Eine wirklich tiefe Berührung
ohne einander wirklich zu kennen

Vertrautheit, blindes Verstehen
und das Gefühl: ich kenne dich
Das ist unendlich schön
aber es macht auch Angst
bei der ersten Begegnung
bitterlich enttäuscht zu sein

Denn tatsächlich
kennen wir uns nicht
noch nicht
und vielleicht spielt uns
die gemeinsame Sehnsucht
nur einen üblen Streich

Ich hoffe das nicht
aber das Leben hat mich gelehrt
Vorsicht walten zu lassen
damit der Schmerz der Enttäuschung
am Ende nicht zu tief ist
und alte Narben wieder aufreißt

Aber trotzdem hoffe ich noch immer
auf die eine
alles verändernde Begegnung
von Mensch zu Mensch
die die Sehnsucht stillt
und Erfüllung schenkt

Das lasse ich mir
von keiner Enttäuschung
von keiner Niederlage nehmen
denn was bleibt
ist die Hoffnung

Dienstag, 18. Juli 2017

Vertrauen lernen

Vertrauen ist ein wirklich großes Wort. Und es begleitet mich schon seit meiner Kindheit, allerdings eher durch sein Fehlen. Ich konnte nie vertrauen - weder meinen Eltern, noch meinen Lehrern oder Schulkameraden. Aber am wenigsten mir selber.

Von meiner Mutter lernte ich, dass man mir nicht vertrauen kann. Von anderen Menschen lernte ich, dass ich nicht vertrauen kann und, dass wenn ich vertraue, dieses dann aufs Heftigste enttäuscht wird.

Mir selber Vertrauen zu schenken, kam mir nie in den Sinn. Und warum hätte ich es auch sollen? Denn schließlich bewies ich mir immer wieder, dass ich für diese Welt nicht tauge, nicht hineinpasse und an ihr und mir immer wieder scheitere.

Das Nicht Vertrauen Können wurde zum ständigen Begleiter und unausgesprochenen Vorwurf, der mir immer wieder begegnete, wenn Vertrauen erwartet wurde, als Selbstverständlichkeit. Ebenso wie der Vertrauensmissbrauch, dessen ich immer wieder Schuldig wurde - weil ich es nicht anders konnte und nie gelernt hatte.

Für mich ist Vertrauen zu einem langen und steinigen Weg geworden, den zu gehen äußerst mühsam ist und der mich immer wieder an Orte brachte, an denen ich nicht sein oder bleiben wollte. Denn Vertrauen bedingt Vertrauen und es bedingt Mut, sich dem Ungewissen zu stellen. Wenn ich aber weiß, dass Ungewissheit Schmerz und Niederlage bedeutet - was dann?

Erst in den letzten Jahren waren die wirklich guten Erfahrungen so nachhaltig und wirksam, dass sie ein immer festeres Fundament bildeten, auf dem mein Vertrauen stehen und wachsen konnte. Aber Wachstum braucht Zeit, damit es ebenfalls nachhaltig und konsistent sein kann. 

Was für andere selbstverständlich ist und manchmal sogar als eine Art Vorschuss gewährt wird, ist für mich noch immer neues Gelände. Aber inzwischen erkunde ich es gerne und voller Neugier. Ich lerne, zu vertrauen!

Abschied nehmen

Manchmal muss man sich
auch von besonderen Menschen verabschieden
Und das fällt umso schwerer
wenn dieser eine Mensch
tatsächlich der Eine hätte sein können

Mir fallen Abschiede besonders schwer
wenn das Miteinander
trotz vielleicht kurzer Zeit
einen bleibenden Eindruck hinterlässt
und eine Nähe spürbar war
die ich nur selten empfinde

Mit dir habe ich mich wohlgefühlt
verstanden und gesehen
und auch deshalb habe ich dich
nur schweren Herzens gehen lassen

Auch wenn ich verstanden habe
dass du etwas suchst
was ich nicht zu geben imstande bin
wäre ich zu gerne derjenige gewesen
und wünschte mir
die Dinge stünden anders


Von Herzen wünsche ich dir
dass du ihm bald begegnen mögest
und die gleiche Nähe
das gleiche Vertrauen empfinden kannst
wie ich bei dir!

Montag, 17. Juli 2017

Neue Wege und Hindernisse

Seit über dreißig Jahren lebe ich nun mit meiner psychischen Erkrankung, die mein Leben von Anfang an sehr eingeschränkt und bisweilen auch unerträglich gemacht hat. Ich habe über zehn Jahre mit ihr gelebt, ohne überhaupt zu wissen, dass sie existiert. Ich habe lediglich gespürt, dass mit mir irgendetwas nicht stimmt und mich mit aller Macht daran hindert, im Leben wirklich Fuß zu fassen.

Die erste psychiatrische Diagnose Mitte der Neunzigerjahre brachte dann die Erklärung und eine zunächst große Erleichterung. Trotzdem habe ich viele Jahre damit verbracht, unter der Krankheit zu leiden, wie auch an meinen Einschränkungen und den mit ihr einhergehenden sozialen Defiziten. Ich habe versucht, mich gegen die Krankheit zu wehren, habe sie geleugnet und ignoriert - mit dem Ergebnis, dass meine Gegenwehr nicht nur vergeblich war, sondern auch unendlich viel Kraft gekostet hat.

Irgendwann hat meine Einstellung sich unmerklich geändert: Ganz allmählich und von Rückschritten begleitet, habe ich gelernt, mit der Krankheit zu leben, sie als Teil meines Lebens zu akzeptieren aber noch immer ohne zu wissen, was ich aus meinem Leben machen kann. 

Im Rückblick war dies wohl die schwerste Zeit: Ohne eigene Ideen in den Tag zu leben, mich zu langweilen und genau daran zu verzweifeln und regelmäßig in Depressionen zu versinken. Erst die letzten beiden Jahre haben den entscheidenden Durchbruch gebracht: Indem ich damit begonnen habe, mich kreativ und schreibend aktiv mit den Geschehnissen, meinen Gefühlen und meinem Leben auseinanderzusetzen und andere Menschen bewusst daran teilhaben zu lassen. Das hat meine Sichtweise auf mich entscheidend gewandelt und mir sehr dabei geholfen, wirklichen Zugang zu meinen Gefühlen zu bekommen und sie ganz bewusst zu er- und zu durchleben. 

Dadurch bin ich sichtbarer und authentischer geworden - eben viel mehr ich selber, als ich es jemals war. Das ist noch immer sehr ungewohnt und gelegentlich bin ich von der Fülle meiner Möglichkeiten und der neuen Eindrücke heillos überfordert. Ich bewege mich in vollständig unbekanntem Gelände, muss mich vortasten ohne zu wissen, was mich erwartet. Und manchmal birgt dieses "Neuland" auch Enttäuschungen; nämlich dann, wenn ich merke, dass meine neugewonnene Offenheit nicht nur auf Gegenliebe stößt, sondern andere Menschen auch abschreckt. 

In letzter Zeit muss ich insbesondere bei der Partnersuche immer wieder die schmerzhafte Erfahrung machen, dass meine Art zu leben und Schwerpunkte zu setzen, nicht mit allen kompatibel ist. Und auch wenn mir grundsätzlich viel Sympathie und selbst Bewunderung entgegengebracht wird - wirklich darauf einlassen möchte sich bisher niemand. Das schmerzt, denn auch eine noch so verständnisvolle und für mich verständliche Zurückweisung bleibt eine Zurückweisung.

Natürlich verstehe ich, dass nicht jede noch so interessante und unkonventionell denkende Frau einen Mann sucht, dessen finanzielle Möglichkeiten sehr limitiert sind und der sich aktiv mit seiner Erkrankung auseinandersetzt. 

Frauen in meinem Alter möchten das Leben genießen, Reisen machen und suchen oft die Schulter zum Anlehnen und wirklich Ankommen. Sie möchten emotionale Sicherheit und Geborgenheit und damit etwas, das ich (noch) nicht in der Fülle zu geben vermag. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, denn schließlich entspricht es genau meinen Sehnsüchten. Diese Sehnsüchte sind sehr groß und auch fordernd. Das macht mich verletzlich und ungeduldig - keine wirklich guten Voraussetzungen für ein entspanntes Kennenlernen.

Aber es ist auch eine Herausforderung, der ich mich stellen möchte und aus der ich wieder einmal eine Menge lernen kann!


Freitag, 14. Juli 2017

Überforderung und Depression

Wenn ich psychisch durch zu viele Ereignisse, Erfahrungen und nachhaltige Erlebnisse zu sehr beansprucht werde, weiß ich mir manchmal nicht mehr anders zu helfen, als mich in eine depresive Phase "zu verabschieden". Es ist eine Flucht vor dem "Zuviel", das ich nicht mehr zu ordnen und zu verarbeiten imstande bin. Und gerade in den letzten Monaten ist ungeheuer viel passiert: Der sehr nachhaltige und überwältigende Durchbruch in der Therapie, der mich sehr gefordert, ja überrumpelt hat. Oder die überaus emotionale Auseinandersetzung mit einem lieben Menschen, wie ich es nie zuvor erlebt habe. Oder mein neu erwachtes Selbstwertgefühl, das mir dazu verholfen hat, mich jetzt als Schriftsteller zu versuchen und mir eine Fülle an spannenden neuen Begegnungen und Erfahrungen beschert.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass diese Fülle an Neuem eigentlich für Jahre ausreichen würde, und ich das alles in komprimierter Form binnen weniger Monate durchlebe - ganz so, als habe ich einen immensen Nachholbedarf an zwischenmenschlichen Lebenserfahrungen, die mir in den letzten Jahrzehnten durch meine Erkrankung verwehrt waren. Aber das alles in angemessener Weise zu verarbeiten, einzusortieren, braucht wesentlich mehr Zeit. Und diese Zeit verschafft mir die Depression, in der ich mich aus allem etwas herausziehen muss, weil ich ansonsten Gefahr laufe, ganz zusammenzubrechen.

Ich hatte in meinem Leben viele, ja vielleicht auch zu viele Zusammenbrüche, während derer überhaupt nichts mehr ging und ich vollständig gelähmt war - unfähig zur Veränderung und ebenso unfähig, mir Zugang zu meinem Inneren zu verschaffen. Das ist heute anders: Ich habe Zugang zu meinen Gefühlen, nehme sie überaus deutlich wahr und es gelingt mir allmählich, ihnen den gebührenden Platz zuzuweisen. Aber das kostet mich sehr viel Kraft - und Kraft ist eine äußerst begrenzte Resource.

Aber auch meine depressiven Phasen haben sich spürbar verändert: Während sie früher das Gefühl völliger Hilflosigkeit und von machtlosem Ausgeliefert-Sein mit sich brachten und ich mich vollständig von meiner Umwelt abschirmen musste, weiß ich heute, dass sie nicht das Ende der Welt bedeuten. Meistens halte ich auch trotz Depression den Kontakt zu meiner Umwelt aufrecht, auch wenn es mir schwer fällt. Und unter großer Kraftanstrengung gelingen mir kleine Schritte, die mich zumeist nach wenigen Tagen aus der der Erschöpfung und der leisen Resignation hinausführen. Das sehe ich als Fortschritt. Während ich früher voller Scham und Angst verstummt bin, habe ich heute keinerlei Scheu mehr, mir vertrauten Menschen mitzuteilen, dass ich eine Auszeit benötige. Ich teile mich mit und bleibe so trotz Rückzug für andere Menschen sichtbar. Das ist wichtig und gut!

Mittwoch, 12. Juli 2017

Knoten im Kopf

Manchmal nimmt das Chaos
in meinem Kopf überhand
und die Gefühle stauen sich
zu einem schmerzhaften Knoten

Dann bin ich hoffnungslos überfordert
und muss mich
für eine Weile zurückziehen
auch um mich und andere
vor mir zu schützen

Dann brauche ich Ruhe
und ich brauche Zeit
das alles sich setzen zu lassen
um seinen rechten Platz zu finden

Und ich bin in diesen Momenten
sehr verwundbar und leicht zu treffen -
Es reicht ein falsches Wort
um mich in meine Abgründe zu stürzen
aus denen ich mich nur schwer
wieder herauskämpfen kann

Aber auch in diesen Momenten
bin ich unendlich froh und dankbar
für die Menschen
die mich so lassen können
und trotzdem an meiner Seite sind

Montag, 10. Juli 2017

Onlinedating - Fluch und Segen?

Ich bin ein sehr verbindlicher und auch verlässlicher Mensch und setze (vielleicht naiver Weise) diese Eigenschaften auch bei anderen Menschen voraus. Ich brauche diese Eigenschaften, um mich mit anderen Menschen wirklich wohl und sicher fühlen zu können. Denn nur mit dem Gefühl von Sicherheit, von Verlässlichkeit, kann ich Vertrauen entwickeln und mich meinem Gegenüber allmählich öffnen.

Im Onlinedating bin ich mit diesen Eigenschaften ein "weißer Rabe": Ich falle mit ihnen auf und offensichtlich aus dem Rahmen. Das ist auf die Dauer schon frustrierend und jede erste Begegnung, die am Mangel dieser Eigenschaften beim Gegenüber schon vorab scheitert, lässt mich an meiner Entscheidung diesen Weg des Kennenlernens gewählt zu haben, mehr und mehr zweifeln. 

Allerdings hat es auch einen gewissen Reiz, sich auf genau dieses unverbindliche Spiel einzulassen und einfach eine gewisse Beliebigkeit bei der Auswahl auf den ersten Blick interessanter und vielleicht auch attraktiver Frauen walten zu lassen. Es hat etwas von Schaufensterbummel, sich zahlreiche Fotos und Profile anzuschauen und auf interessante Übereinstimmungen und optische Reize hin zu überprüfen. Ein paar ebenso nette, wie unverbindliche Zeilen sind schnell geschrieben und manchmal reicht das schon aus, um die Neugier des Anderen zu wecken. 

Aber es kann eben auch sehr schnell kippen, wenn dann mein Interesse tatsächlich geweckt ist und meine Automatismen (Verbindlichkeit und Verlässlichkeit) anfangen zu greifen. Es ist dann jedes Mal eine kleine Enttäuschung für mich, wenn der Kontakt entweder vom Gegenüber abrupt beendet wird, oder wenn ich feststellen muss, dass die Erwartungen an ein wirkliches Kennenlernen einfach zu unterschiedlich sind.

Ich stelle bei mir eine gewisse Ambivalenz fest, was dieses Thema betrifft: Einerseits übt diese Welt eine wirklich starke Faszination auf mich aus und andererseits fühle ich mich dort fremd und unbehaglich. Es ist definitiv nicht meine Welt! Viel lieber würde ich eine Frau auf andere Weise kennenlernen und eben nicht virtuell, wo Vieles mehr Schein als Sein ist, und meinen Wertvorstellungen und Überzeugungen diametral gegenübersteht.

Aber wer weiß? Vielleicht findet sich am Ende doch noch ein zweiter weißer Rabe und alles wendet sich zum Guten...

Freitag, 7. Juli 2017

Liebes-Leben (Die Zweite)


Gerade seelische Verletzungen sind auch wertvolle Erfahrungen. Und ich lasse mich nicht von ihnen daran hindern, nach Vorn zu schauen und voller Erwartung neue zwischenmenschliche Begegnungen erfahren zu wollen.

Nach den wirklich aufwühlenden Erlebnissen der letzten Monate sind mir mehrere Dinge klar geworden: Ich fühle mich nach langen Jahren trotz aller Unwägbarkeiten und noch immer vorhandener Unsicherheiten wirklich dazu bereit, mich wieder ganz auf einen Menschen einzulassen, mit allen Unwägbarkeiten und Gefühlstiefen, die eine Liebesbeziehung mit sich bringen kann. Und dadurch, dass mein Leben eine neue Wendung nimmt, möchte ich auch sehnlichst wieder einen Menschen in meinem Leben haben, der mich tatsächlich liebt, so wie ich bin und mit dem gemeinsam ich Liebe und Beziehung tatsächlich gestalten kann - um einiges reicher an Erfahrungen.

So bin ich jetzt seit etwa drei Wochen bei einer Singlebörse angemeldet und habe dort - neben einigen absonderlichen und wirklich schrägen Begegnungen  - auch wirklich spannende und berührende Erfahrungen machen dürfen, von denen eine jetzt in einem ersten persönlichen Kennenlernen münden wird. 

Nach zweiwöchigem, sehr intensivem Schriftwechsel (ein großes "Danke!" an den Erfinder der E-Mail) und mehreren langen Telefonaten haben wir uns heute zum Kaffee verabredet und ich bin natürlich gespannt und aufgeregt wie ein Schuljunge. Und ich bin etwas verunsichert. 

Zwei Wochen regelmäßiger Kontakt sind in Zeiten von eher unverbindlichem und oberflächlichem Online-Dating schon ein recht langer Zeitraum und es entstehen eine gewisse Nähe und Vertrautheit. Obwohl: Mehr als einen ersten Eindruck (Aussehen, Stimme, eine erste Sympathie und die Entdeckung von Gemeinsamkeiten und auch Unterschieden) kann es noch nicht geben. Oder vielleicht doch? Zumindest ist es ihr gelungen, mich sehr neugierig zu machen. Und natürlich spiele ich schon jetzt im Kopf alle möglichen Szenarien durch.

Ich bin seit über zehn Jahren alleine und habe lange Zeit geglaubt, dass ich mich mit all meinen Unzulänglichkeiten und meiner Erkrankung keiner Frau wirklich zumuten kann und, dass sich auch keine Frau finden lassen würde, die mir tatsächlich unvoreingenommen und mit wirklichem Interesse begegnet. Und so ganz vermag ich das noch immer nicht zu glauben...Aber hätte ich diese Gedanken nicht zumindest teilweise hinter mir gelassen und mich nicht mit einer gewissen Gelassenheit und Offenheit den Möglichkeiten die es gibt, gestellt - all das würde jetzt nicht geschehen können. 

Ich habe es also selber in der Hand und das ist wirklich schön!










Donnerstag, 6. Juli 2017

Therapieende

Gestern sind über zwei Jahre Gruppentherapie zuende gegangen. Und aus einem anfangs überaus skeptischen und sehr unsicheren Anhänger der Einzeltherapie ist ein überzeugtes und wirklich begeistertes Gruppenmitglied geworden, das nun sehr wehmütig ist und die Menschen aus seiner Gruppe schon jetzt vermisst.

Dabei habe wirklich sehr lange (über ein Jahr) gebraucht, um vollständig in der Gruppe anzukommen, Vertrauen zu entwickeln und mich zu öffnen. Und etliche Male habe ich den Sinn und die Wirksamkeit dieser Therapieform für mich infrage gestellt. Oft hatte ich das Gefühl, selbst in einer Gruppe von Menschen mit ähnlichen Biografien und Schwierigkeiten ein Außenseiter zu sein, der weder wirklich verstanden, noch ernst genommen wird. Bis zu dem Moment, wo ich über meinen Schatten gesprungen bin und die anderen an dem, was tatsächlich in mir vorgeht an tiefsitzenden Ängsten, an Wut und Trauer und Unsicherheiten habe teilhaben lassen und auch wirklich Anteil an ihren Schicksalen genommen habe - mich eingebracht habe.

Ich wurde als Mensch wirklich sichtbar und für meine Offenheit, für meine Ehrlichkeit und meine Empathie sehr geschätzt und gemocht. Das alles hat mir unendlich gut getan und mir Auftrieb gegeben. Und im Gegensatz zu früheren Erlebnissen in Therapiegruppen, die zum Teil auch einfach unprofessionell geleitet wurden, bin ich nicht im Stich gelassen und augegrenzt worden, wenn es mir wirklich schlecht ging, sondern bin mit viel Herz und Verständnis aufgefangen worden. Das war für mich eine neue und unfassbar schöne und nachhaltige Erfahrung!

Aus einem eher zurückhaltenden und verschlossenen Menschen ist ein kommunikativer, sich selber wieder vertrauender Mensch mit überaus reichem und differenziertem Gefühlsleben geworden. Ich habe keine Angst mehr vor neuen Wegen und vor meinen Gefühlen. Und ich kenne meine Stärken und meine Schwächen. Das macht mich zu einem ganzen Menschen, der gespannt ist auf neue Begegnungen und neue Erfahrungen.




Montag, 3. Juli 2017

Katharsis

Was ich momentan an Gefühlseruptionen erlebe und durchleide, lässt sich wohl zurecht als Katharsis bezeichnen. 

Der Begriff "Katharsis" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Reinigung". In der Psychologie gibt es die Theorie, dass durch ein intensives Durchleben lang verdrängter und sehr starker Gefühle tatsächlich ein innerer Läuterungsprozess stattfindet, der zu einer inneren Befriedung führen kann. Ich hoffe das sehr, denn dieser Reinigungsprozess dauert nun schon sehr lange an - tatsächlich über etliche Monate. Und er beansprucht mich sehr stark, sodass kaum noch Raum für Anderes ist. 

Auf der anderen Seite sollte ich wohl sehr dankbar dafür sein, dieses Prozesses überhaupt teilhaftig zu werden. Denn nicht jeder erlebt so etwas im Laufe seiner Psychotherapie. Und es spricht sehr für deren Qualität und Intensität, wenn es doch geschieht.

Im Grunde habe ich im Laufe meiner langjährigen Therapielaufbahn immer darauf gehofft, dass irgendetwas Gravierendes geschehen möge - dass eine wirklich tiefgreifende und dauerhafte Erkenntnis mir zuteil würde, mit deren Hilfe ich meinem Leben eine deutliche Wendung geben könnte. Aber wirklich benennen konnte ich es nie, und es geschah auch nie - bis jetzt.

Im Laufe der letzten zwei Jahre habe ich dann Stück um Stück Zugang zu meinen tiefsten Gefühlen bekommen: Zu Urängsten, zu heftiger Wut, Verzweiflung und zu vielen mehr. Und ich habe gelernt, sie zu benennen und auch zu zeigen, auch wenn es mich jedes Mal große Überwindung gekostet hat und noch immer kostet.

Trotz aller Erschöpfung und inneren Unsicherheit ob dieser starken Gefühle, betrachte ich es als großen persönlichen Fortschritt, so weit gekommen zu sein. Und ich bin den Menschen, die mich dabei begleitet haben und noch begleiten, für ihre Unterstützung und ihre Ermutigung unendlich dankbar. Denn es hätte nichts genutzt, wenn ich all das nur im stillen Kämmerlein durchlebt hätte, ohne es mit anderen teilen zu können - mich mitteilen zu können. 

Ich habe keine Ahnung, wohin es mich führen wird, aber ich bin gespannt!

Sonntag, 2. Juli 2017

Wie es ist

Ich bin kein pflegeleichter Mensch. Ganz im Gegenteil: Ich bin schwierig und ich bin ein äußerst komplexer Mensch, der über vieles (vielleicht zu vieles) nachdenkt, und dessen Gefühle häufig ihre ganz eigenen Wege gehen.

Manchmal wünsche ich mir, ich könnte das Leben mit mehr Leichtigkeit und Unbeschwertheit angehen - mehr genießen und den Dingen einfach ihren Lauf lassen. Einfach auf Menschen zugehen, neue Freundschaften schließen und ohne Komplikationen Vertrauen schenken. Aber das alles ist nicht leicht für mich, denn ich bin und ich bleibe ein Gezeichneter. 

Manchmal wird mir alles zu viel und selbst Kleinigkeiten überfordern mich. Dann bin ich aggressiv und ungeduldig. Andere Menschen sollten mir dann besser aus dem Weg gehen; ansonsten bekommen sie die volle Ladung ab und wissen nicht einmal, wie ihnen geschieht. Das ist ungerecht und ich schäme mich dafür - entspricht dieses Verhalten doch in keiner Weise meinem Anspruch an mich selber, an meine Umgehensweise mit anderen Menschen. Eigentlich möchte ich Allen mit Respekt, mit Langmut und Verständnis begegnen. Aber wenn es mir scheiße geht, funktioniert das nicht und die Menschen, die mir zu nahe kommen, werden zu meinem ganz persönlichen Blitzableiter - ohne, dass ich es eigentlich will.

Manchmal triff mich mit voller Wucht die Erkenntnis, wie isoliert ich lebe und wie entfremdet ich dem "normalen", alltäglichen Miteinander inzwischen bin. Dann spüre ich sie wieder, die unsichtbare, gläserne Wand zwischen mir und den Menschen, durch die ich alles nur wie aus der Ferne wahrnehme - verschwommen und uneindeutig - was von meiner Seite oft zu Missverständnissen und Fehlinterpretationen führt. Das bekomme ich dann unmittelbar zu spüren - durch Unverständnis und berechtigten Ärger. Und mir geht es noch beschissener.

Die meisten Menschen haben ein erfülltes Leben - mit Freunden, Familie, Arbeit und alltäglichen Verpflichtungen. Ich habe das nicht, zumindest nicht in dem Maße, als dass ich mich ohne Schwierigkeiten in ihre Denk- und Handlungsweisen hineinversetzen könnte. Und auch das führt wiederum zu Missverständnissen und belastenden Missklängen im Miteinander.

Ich bin ein sehr verbindlicher und verlässlicher Mensch. Eigentlich sind das überaus positive Eigenschaften. Aber ich erwarte Gleiches auch von meinen Mitmenschen. Und das sollte ich nicht, denn jeder Mensch ist anders und hat seine eigenen Prägungen und Umgangsformen. Auch bin ich sehr ehrlich und direkt; sage was ich denke und empfinde. Aber manchmal ist es besser, tolerant und beherrscht zu sein, um andere nicht zu verletzen. Mir fällt das schwer, der ich es mir angewöhnt habe, mein Herz auf der Zunge zu tragen. Das hat seine Gründe, ist aber nicht in jedem Fall entschuldbar oder verständlich für die Anderen.

Im Moment bin ich müde, traurig und restlos erschöpft und von allem überfordert. Ich brauche Ruhe, um mein inneres Gleichgewicht wiederzufinden und um zwischen der Welt und mir mal wieder Frieden zu schließen. Bitte gebt mir die Zeit!