Dienstag, 8. August 2017

Dankbarkeit

Es gibt immer wieder Tage, an denen meine Kraft am Ende zu sein scheint. Und an denen alle meine alten Ängste, meine Zweifel und Unsicherheiten mit Macht an die Oberfläche drängen. Sie wollen nicht zulassen, dass Neues an ihre Stelle tritt und sie endgültig ihren Einfluss verlieren. Und ich fühle mich schwach und so unendlich traurig, erschöpft und müde.

Ein hochsensibler Mensch zu sein, ist eine wirklich schwere Bürde! Um wieviel einfacher war es, als ich davon nichts ahnte und höchstens zwischendurch den Abglanz dessen verspürte, was ich heute vollbewusst und gänzlich ungefiltert durchlebe und eben auch durchleide. Ein hochsensibler Mensch zu sein ist eben keine Entscheidung, sondern Schicksal!

Als ich neulich über Demut schrieb und darüber, dass es nach meinem Verständnis so etwas wie eine höhere Ordnung, eine höhere Instanz geben muss - das ahnte ich noch nicht, wie sehr ich an meine Grenzen geführt werden würde und auf welch eine harte Probe meine Erkenntnis gestellt wird. Aber Erkenntnis ist keine Schönwetter - Angelegenheit, sondern etwas Konsistentes und Unumkehrbares. Und ebenso wenig ist Demut eine Eigenschaft, die beim ersten Sturm feige das Weite sucht!


Beides erfordert Übung und Gewöhnung. Und genau dafür sind solche Tage gemacht und werden mir vielleicht aus genau diesem Grund zugeteilt. Und ich bin dankbar dafür, dass ich die Gelegenheit bekomme, mich darin zu üben - so wie heute!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen