Mittwoch, 9. August 2017

Von der "Gedankenwelt eines Psychos" zu "Entwicklungsstufen"

Wie euch vielleicht aufgefallen ist, habe ich gestern den Blogtitel geändert: Aus der "Gedankenwelt eines Psychos" sind "Entwicklungsstufen" geworden.

Natürlich lässt sich eine psychische Erkrankung nicht einfach von jetzt auf gleich abstreifen wie ein zu klein gewordenes, oder zerschlissenes Kleidungsstück. Und vermutlich wird jeder Psychiater empört aufheulen wenn ich jetzt sage, dass ich meine Erkrankung tatsächlich hinter mir gelassen habe und genesen bin.

Tatsächlich habe ich mir bis vor sehr kurzer Zeit nicht vorstellen können, dass meine psychische Erkrankung tatsächlich "besiegbar" ist. Ich bin immer davon ausgegangen, dass sie mich - wenn auch in zunehmend milderer Form - für den Rest meines Lebens begleiten würde - und zwar hauptsächlich in Form von immer schwächer werdenden depressiven Episoden.

Was also ist geschehen? Wirklich erklären kann ich es selber noch nicht. Aber es hat etwas damit zu tun, dass ich im Laufe der letzten Monate lernen durfte, mein gesamtes Gefühlsspektrum kennenzulernen und es vollständig anzunehmen. Und ich habe damit aufgehört, mir Denkverbote aufzuerlegen. Wohin das in letzter Konsequenz führen wird? Ich weiß es noch nicht!

Auch wenn es sich vielleicht esoterisch anhören mag: Es ist mir gelungen, meine Gefühle und meinen Geist tatsächlich  zu befreien. Und ein wirklich freier Geist kann nicht krank sein! Denn dasjenige, was ich zu denken vermag, ist auch real! Diese Konsequenz schließt mit ein, dass ich nach wie vor das esoterische Geschwurbel, beispielsweise das eines Rudolf Steiners, für kompletten Unfug halte, genauso wie die Märchen von Engelskräften, guten Geistern und so weiter. Statt dessen gibt es für mich positive und negative Energie, derer wir uns nach freier Wahl bedienen können.

Das alles ist für mich noch immer neu und sehr ungewohnt. Und jeden Tag entdecke ich staunend und dankbar etwas Neues. 

So ist es ebenso folgerichtig, dass aus der "Gedankenwelt eines Psychos" nun die "Entwicklungsstufen" geworden sind. Denn es geht um nichts anderes, als um Entwicklung: Mit offenem Geist und offenem Herzen. Und daran arbeite ich!

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